Wir stehen für willkürfreie Organisations- und Personalentwicklung

Als BeraterInnen, TrainerInnen und Coaches unterliegen wir immer wieder der Versuchung, methodenverliebt das anzubieten, was wir kennen und mögen oder das, was gerade im Trend liegt und am Markt vermehrt nachgefragt wird.

Unser Ziel ist es, Organisations- und Personalentwicklung aus dieser Willkür-Zone herauszuholen.

Unser Modell der Stufenentwicklung

Mit unserem Modell der Stufenentwicklung haben wir einen Diamanten geschliffen, der das Produkt unserer eigenen langjährigen Entwicklung, Erfahrung und Überzeugung ist.

Entlang dieses Modells: lassen sich Probleme und Störungen (auf organisatorischer und individueller Ebene) schlüssig erklären und verstehen; planen wir Interventionen optimal passend zur Situation, effektiv und nachvollziehbar; ergeben auch gesellschaftliche Phänomene plötzlich Sinn und lassen sich Entwicklungsbedarfe optimistisch betrachten.

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Wir verbinden verschiedene Perspektiven zu einem ganzheitlichen Ansatz

Wir vier kommen ursprünglich aus ganz unterschiedlichen Richtungen: Training, Coaching, Management, Organisationsentwicklung und klassische Beratung. Als wir uns trafen, blickten wir alle bereits auf viele Jahre Erfahrung mit Stufenentwicklungsmodellen zurück. Unsere Initiative spiegelt unsere gemeinsam Überzeugung, dass nur ein ganzheitliches Verständnis und die Verzahnung von Organisations- und Personalentwicklung sowie klassischen Beratungsansätzen eine echte Transformationen bewirken kann.

Wir fördern das Bewusstsein für gesunden Stufenentwicklung

Wir möchten massgeblich dazu beitragen, dass das Naturphänomen Stufenentwicklung im allgemeinen Bewusstsein ankommen und ganz selbstverständlich genutzt wird um unser aller Zukunft sinnvoll zu gestalten.

Unsere Beraterinnen und Berater

Die Stufenentwicklung ermöglicht Menschen und Organisationen, zukunftsorientiert zu denken und zu handeln. Mit ihrer Hilfe werden Unternehmen auf intelligente und gleichzeitig wertschätzende Art nachhaltig zukunftsfähig.

Mit unserem Versprechen gegenüber unseren Kunden verbinden wir eine grosse Verpflichtung für uns selbst. Alle unsere Beraterinnen und Berater sehen sich als Teil eines Entwicklungsnetzwerkes. Sie haben sich alle dazu verpflichtet sich sowohl persönlichen, fachlichen und bezüglich der beraterischen Kompetenzen laufend weiterzuentwickeln. Es ist auch Teil unseres Selbstverständnisses, dass niemand alle Organisations- und Personalentwicklungs-Kompetenzen in voller Qualität alleine anbieten kann. Wir nutzen darum die verschiedenen fachliche und persönlichen Stärken der einzelnen Menschen in unserem Netzwerk sehr gezielt um unseren Kunden die für sie bestmögliche Beratung anbieten zu können.

Barbara Küchler
Gerhard Klein
Claudia Fountain
Mike Michels
Olivia Cortesi
German Augusto Barona
Andreas Margelisch
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Das Key Steps Stufenmodell

Basis unseres Modells sind einerseits mehrere wissenschaftlich hochvalidierte psychologische Stufenentwicklungsmodelle, andererseits die Theorie eines Kulturentwicklungsmodelles, in welchem sich die individuelle und die kulturelle Entwicklung gegenseitig beeinflussen.

Was alle Stufenentwicklungsmodelle gemeinsam haben

Alle Stufenentwicklungsforscher gehen in ihrer Arbeit von der Theorie aus, dass der individuellen und/oder der kulturellen Entwicklung eine Stufenfolge zugrunde liegt.

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Diese Theorie ist geprägt von der Vorstellung, dass sich die einzelnen Stufen in einer unveränderlichen Abfolge aneinanderreihen, dass es also eine Logik der Entwicklung gibt. Die ersten Forschungen im frühen 19 Jh. gingen davon aus, dass diese Stufenlogik im Menschen genetisch angelegt sei.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts favorisieren die Stufenentwicklungsforscher aber die Theorie, dass die Stufenentwicklung das Resultat der Auseinandersetzung des Individuums mit seiner kulturellen Umwelt ist (interaktionistische These).

Vertikale und horizontale Entwicklung

Die stufenorientierten Entwicklungsmodelle unterschieden zwei essentielle Entwicklungsrichtungen.

Beide Richtungen sind für die individuelle, organisatorische und kulturelle Entwicklung von Bedeutung.

Horizontale Entwicklung

Im Rahmen der horizontalen Entwicklung werden die Errungenschaften einer Stufe trainiert und ausgebaut.

Vertikale Entwicklung

Im Rahmen der vertikalen Entwicklung entsteht eine neue Form des Wahrnehmens, Denkens und Handelns – wir sprechen auch von einer neuen Handlungslogik.

Stufenmodelle die einer Entwicklungslogik folgen

Die psychologischen Stufenentwicklungsmodelle die in der Tradition von Baldwin und Piaget fussen folgen einer vergleichbaren Entwicklungslogik.

Die Entwicklungsaspekte der folgenden Modelle sind im individuelle Key Step Stufenmodell berücksichtigt:

  • Entwicklungsmodell Jean Piaget
  • Ich-Entwicklung, Jane Loevinger (und Susann Cook-Greuter)
  • Die Entwicklung des Selbst, Robert Kegan
  • Moralentwicklung, Lawrence Kohlberg
  • Die andere Stimme der Moral, Carol Gilligan
  • Action Logic (Handlungslogik) von B. Torbert
  • Leadership Agility von B. Joiner und S. Josephs
  • Scaling Leadership von R. Anderson und W. Adams
  • Weitere Stufenentwicklungsforschungen von James Mark Baldwin, Herbert Meads, Fritz Oser, Michale J. Parsons
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Neben diesen Stufenentwicklungsmodelle, bei denen die Lernaufgabe im Zentrum steht, sind auch noch die phasenorientierten Modelle zu erwähnen. Bei diesen steht die Lebensphase im Zentrum. Jeder Mensch durchläuft im entsprechenden Alter diese Phase. Reifentwicklung findet also in jedem Lebensalter statt. Das bekannteste dieser Lebensphasenorientierten Modellen ist das Entwicklungsmodell von Erik H. Erikson.

Werte basierte Entwicklungsmodelle

Zu relativ grosser Bekanntheit hat es in den letzten Jahren das ursprünglich von Clare Graves entwickelte Graves Value System und das darauf aufbauende Modell von Spiral Dynamics von Don Beck und Christopher C. Cohen gebracht. Diesen beiden Modellen liegt die Annahme zugrunde, dass die Stufenfolge auf einer Entwicklung der Werte beruht. Folgende Autoren basieren wiederum auf diesen beiden Modellen:

  • Spiral Dynamics von Don E. Beck, Christopher C. Cowan
  • Ken Wilber mit seinem integralen Modell
  • Frederic Laloux mit seinem Buch Reinventing Organization
  • Unternehmen verstehen, gestalten, verändern von M. Bär, R. Krumm, H. Wiehle
  • 9 Levels of Value Systems von Rainer Krumm
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Diese Modelle sind einfach zu verstehen. Sie haben auch den Vorteil, dass sie die kulturelle und individuelle Entwicklung gleichzeitig abbilden. Wir gehen davon aus, dass dies beiden Vorteile zur grossen Verbreitung der Modelle beigetragen haben.
Als grossen Nachteil erachten wir die mangelnde wissenschaftliche Validierung und die auf späteren Stufen teils erheblichen Abweichungen zu den wissenschaftlich sehr fundierten psychologischen Modellen die einer Entwicklungslogik folgen.

Das Key Steps Stufenmodell

Das wissenschaftlich am besten validierte Modell von Jane Loevinger bildet dabei das Herzstück des individualpsychologischen Key Steps Entwicklungsmodelles und wird ergänzt um die Erkenntnisse aus den anderen gut validierten psychologischen Stufenentwicklungsmodellen. Die verschiedenen Perspektiven der Stufenentwicklung erleichtern unsere Kunden das Verständnis für die verschiedenen Reifestufen.

Eine weitere Ergänzung erfährt das Key Steps Stufenentwicklungsmodell aus jüngeren Forschungen im Bereich Führungskräfteentwicklung und Organisationsentwicklung, welche alle ebenfalls auf dem Ich-Entwicklungsmodell von Jane Loevinger basieren.

Das Key-Step-Stufenmodell bildet das interaktionistische Zusammenspiel von individueller, organisatorischer und kultureller Stufenentwicklung ab. Das Key-Step-Stufenmodell zeigt auch die Wechselwirkungen von sich entwickelnden Menschen in einem sich entwickelnden sozialen Kontext auf. Im Kern fokussiert das Modell auf die strukturellen Veränderung der Stufenentwicklung im Unterschied zur Veränderung von Werteorientierungen in den Modellen in der Tradition von Clare Graves.

Die Messwerte im kollektiven Raum

Da das zuverlässige Verfahren von Jane Loewinger sehr aufwändig ist, gibt es keine flächendeckenden Messungen. Die meisten Daten liegen von Führungskräften vor, oft mit universitärem Background. Wenn wir den verschiedenen „Messverzerrungen“ Rechnung tragen und diese mit unseren eigenen Beobachtungen vergleichen, so gehen wir aktuell von folgenden Schätzungen in der erwachsenen Bevölkerung im deutschsprachigen Raum aus.

Impulsiv (selten) 1%
Selbstorientiert (wenig verbreitet) 7%
Gemeinschaftsbestimmt (wenig verbreitet) 12%
Rationalistisch (verbreitet) 45%
Eigenbestimmte (verbreitet) 35%
Relativierende (wenig verbreitet) 10%
Integrativ (selten) 4%
Integriert (sehr selten) 1%

Der Unterschied zwischen Persönlichkeitsmodellen und Stufenentwicklungs­modellen

Persönlichkeitsmodelle untersuchen relativ stabile menschlichen Verhaltensstile, die wahrscheinlich mehrheitlich genetisch geprägt sind. Persönlichkeitsmodelle untersuchen das Temperament (Ausdauer, Reizschwelle, Stimmung, Tempo), Introversion versus Extraversion, den bevorzugten Denkstil (divergierend, konvergierend, ganzheitlich, analytisch), die prägenden Kernmotivationen (Beziehung, Leistung, Macht, Autonomie) usw. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Persönlichkeitsmodell im Unterschied zu dem Persönlichkeitsmodell von Menschen in meinem direkten Umfeld ist ein wichtiger Teil im Coaching und in der Teamentwicklung und damit eine wichtige Ergänzung zum Stufenmodell.

Zu diesen Modellen zählen die PSI-Theorie nach Kuhl (Uni Osnabrück), der Myers-Briggs-Typindikator (MBTI), das DISC-Profile und auch das Modell der Big Five.

Die verschiedenen Modelle weisen auch deutliche Verfahrensunterschiede auf. MBTI und DISC arbeiten rein mit vorgegebenen Texten, zu denen man eine Auswahl trifft. Das beinhaltet immer die Gefahr, dass die Menschen die Fragen auch nach sozialer Erwünschtheit beantworten. Das PSI-Modell kombiniert darum das Auswahlverfahren mit einem Teil, bei dem zu Bildern je eine kleine Geschichte zu schreiben ist.

Das IE-Stufenprofil arbeitet mit Satzergänzungen. Sowohl beim PSI-Bildergeschichten-Test wie beim IE-Stufenprofil projiziert man seine innere Struktur in den Test, was tiefgreifendere Erkenntnisse ermöglicht.